Umzug ins neue Heim
Wie kann ich dem Hund den Umzug in seine neue Familie erleichtern?
Für jeden Hund ist es eine grosse Umstellung, sich von seiner gewohnten Umgebung und seiner Familie zu trennen und in ein neues Heim zu ziehen.
Manchen fällt es leichter, andere brauchen eine Weile, um sich an die neue Situation zu gewöhnen.
Lassen Sie dem Hund Zeit, auf Sie zuzukommen. Bedrängen Sie ihn nicht und geben Sie ihm die Möglichkeit , sein neues Zuhause und Sie in Ruhe kennen zu lernen.
Zeigen Sie ihm, wo sein Platz ist und legen Sie wenn möglich eine Decke, die er aus seinem ehemaligen Zuhause mitgebracht hat, dorthin.
Sollte der Hund anfangs zurückhaltend und ängstlich sein, ignorieren Sie ihn einfach und versuchen Sie ihn zur Fütterungszeit aus der Hand zu füttern.
Beugen Sie sich nicht von oben herab über ihn, sondern gehen Sie in die Hocke, wenn Sie ihn ansprechen.
Vermeiden Sie in der ersten Zeit Besuch und Hektik.
Es kann sein, dass in den ersten Tagen ein Pfützchen oder ein Häufchen in der Wohnung landet. Das ist normal, denn manche Hunde haben anfangs Angst, die schützende Wohnung zu verlassen. Das wird sich aber nach kurzer Zeit legen.
Ignorieren Sie es und wischen sie es wortlos weg, denn schimpfen würde die Sache nur verschlimmern.
Bei manchem Hund kann es bis zu einem halben Jahr und länger dauern, bis er sich in die neuen Familie richtig eingelebt hat.
Da ist Vorsicht angesagt, damit er in der Eingewöhnungsphase nicht wegläuft. Auch das Ableinen ist vorerst nicht zu empfehlen.
Lassen Sie den Hund anfangs nur für einige Sekunden in einem Raum alleine, wenn Sie etwas zu erledigen haben und loben Sie ihn beim Zurückkommen, falls er sich ruhig verhalten hat.
Steigern Sie die Zeit ganz langsam, sodass er dann später auch mal für eine Stunde oder länger alleine bleiben kann, falls Sie ihn nicht mitnehmen können.
Bedenken Sie aber, dass dies nur gilt für Situationen, in denen der Hund wirklich nicht mitgenommen werden kann, denn auch ein Hund findet es toll, sein Frauchen oder Herrchen im täglichen Leben zu begleiten.
Wenn Ihr Hund alleine bleiben soll, geben Sie ihm in der Wartezeit eine interessante Beschäftigung wie Kauknochen, Spielzeug o.ä.
In jedem Fall ist es aber immer ratsam, mit seinem Vierbeiner eine Hundeschule zu besuchen, denn die gemeinsame Arbeit und Freizeitbeschäftigung festigt die Bindung zwischen Hund und Herrchen/Frauchen.
Ein Hund lernt in jedem Alter noch dazu und auch wir Menschen erfahren immer wieder Neues über uns und dem richtigen Verhalten unseren Hunden gegenüber.
Auch sonst sollte man sich nicht scheuen, bei Fragen oder Unsicherheiten einen Hundetrainer oder den Tierarzt zu kontaktieren.
